Solidaritätszuschlag entfällt schrittweise – Milliardenschwere Entlastung ab 2021

Künftig entfällt der Solidaritätszuschlag für die große Mehrheit derer, die ihn heute zahlen. Die Bundesregierung hatte eine Regelung auf den Weg gebracht, die 35,5 Mio. Bürgerinnen und Bürger um fast elf Mrd. EUR im Jahr entlastet.
 
Der Solidaritätszuschlag von 5,5 % wird als Zuschlag zur Einkommen- und Körperschaftsteuer erhoben. Er ist nur zu zahlen, wenn eine Steuerlast entsteht, die bei der Einkommensteuer über einer Freigrenze liegt.
 
Was ist neu?
 Für 90 % der heutigen Zahler wird der Soli ab 2021 vollständig entfallen. Die Freigrenze, bis zu der kein Solidaritätszuschlag anfällt, wird von heute 972 EUR auf 16.956 EUR der Steuerzahlung angehoben, sodass bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 EUR zukünftig kein Soli mehr fällig wird.An die neue deutlich ausgedehnte Freigrenze schließt sich eine sogenannte Milderungszone an. Wie bereits heute verhindert sie, dass sofort auf den vollen Steuerbetrag Soli erhoben wird. Davon profitieren weitere 6,5 % der Soli-Zahler. Die Milderungszone gilt für zu versteuernde Einkommen bis 96.409 EUR. Für Verheiratete verdoppeln sich diese Beträge.
 
Zwei Beispiele:
 Ein verheiratetes Paar mit zwei Kindern und zwei Einkommen (Jahresbrutto: 66.000 EUR und 54.800 EUR) spart ab 2021 durch den kompletten Wegfall des Soli fast 1.000 EUR im Jahr. Für einen Single ohne Kinder mit einem Bruttolohn von 31.200 EUR im Jahr beträgt die Ersparnis gut 200 EUR jährlich.
Quelle: PM Bundesregierung